Möhnen

In der Fastnachtszeit sind die Matzener Möhnen los. An Weiberdonnerstag feiern sie den ganzen Tag. Sie beginnen mit einem Frühstück - und dann geht es ins Gemeindehaus. Dort sind dann auch die Matzener Männer willkommen...

2007-09-08-Moehnentour-k.jpgFast frauenlos war Matzen am 09.08.2007. Insgesamt 22 Matzener Möhnen trafen sich am Samstagmorgen auf dem "Bour", wo man zu einer großen Überraschungsfahrt aufbrach.

Keine der Mitreisenden wusste, wohin der Tagesausflug führt.

Außer natürlich der "Obermöhne" Judith Sonnen, die die Reise organisiert hatte...

Schon vor der Abfahrt zeigten sich die Frauen auf dem Bour lustig und vergnügt, wie das Foto zeigt.  (Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung).

Die prall gefüllten Taschen verrieten, dass sich die Damen reichlich mit Proviant versorgt hatten. Hie und da ragte auch mal der Hals einer Sektflasche aus den Tüten und Beuteln...

Auch das Wetter spielte bei der Möhnentour mit - bei strahlendem Sonnenschein ging es los - und das Wetter scheint zu halten....

Nachdem strengste Vertraulichkeit zugesichert worden war, flüsterte mir Judith Sonnen dann auch auf bestem saarländisch ins Ohr:

"´s geht no Herrstein ann de Edelsteinstroos. Do is heit Schinderhannes Räuberfescht. Unn Middach wedd bei de Marritta gemach."

Klar, wenn eine Matzenerin mit saarländischem Blut sowas plant, geht´s immer nach der Devise: "Hauptsach gutt gess !".

Zum Abschlusse der Fahrt fand man sich auf dem Sonnenhof ein, der just an diesem Tag die Wiedereröffnung feierte. So klang ein schöner Tag für die Matzener Frauen gemütlich auf dem Sonnenhof aus.

Eindrücke vom Schinderhannes-Räuberfest in Herrstein kann man sich auf der Seite http://www.hunsnet.de/herrstein/tourismus/raeuberfest.php3 verschaffen.

In Matzen haben sich seit vielen Jahren die Frauen am Weiberdonnerstag zusammengetan und feiern gemeinsam.

Früher war es auch üblich, dass die Frauen an diesem Tag im Dorf umherzogen und Fahrzeuge anhielten. Dem Fahrer wurde dann -wenn vorhanden- die Krawatte abgeschnitten und er mußte einen Wegzoll zahlen. 10 DM war damals ein üblicher Obulus. Dafür erhielt der angehaltene aber meist auch ein hochprozentiges Getränk, oft ein selbstgemachter Aufgesetzter als Gegenleistung.

In den letzten Jahren feiern die Frauen meist im Gemeindehaus, wo dann auch die Kinder eingeladen sind und an diesem Tag so auch mitversorgt sind.

..... < Hier könnten noch weitere Infos zum Matzener Möhnentag stehen - wer kann diese liefern ??? >